Wie entsteht eine FVG?
Eine FVG entsteht zwischen drei Kerzen. Bewegt sich der Preis sehr schnell, überlappen sich die Dochte von Kerze 1 und Kerze 3 nicht vollständig. Dazwischen bleibt ein sichtbarer Preisbereich frei.
Das bedeutet nicht, dass dort gar nicht gehandelt wurde. Es zeigt vielmehr, dass eine Seite so stark war, dass der Preis den Bereich sehr schnell durchlaufen hat. Dadurch entsteht ein Ungleichgewicht im Markt.
Warum kommt der Preis manchmal zurück?
Der Markt kann später in diesen Bereich zurücklaufen und dort erneut handeln. Das wird häufig als Ausgleichen oder Balancieren des vorherigen Ungleichgewichts beschrieben.
Eine FVG muss aber nicht immer vollständig gefüllt werden. Sie ist deshalb kein automatisches Ziel und auch kein automatischer Entry.
Was ist eine inverse FVG?
Eine inverse Fair Value Gap – kurz iFVG – entsteht, wenn eine bisherige FVG klar gebrochen wird und später von der anderen Seite interessant wird.
Beispiel: Eine bullische FVG hat zunächst als mögliche Unterstützung gedient. Wird sie deutlich nach unten gebrochen, kann derselbe Bereich bei einem späteren Rücklauf als bearischer Reaktionsbereich wirken.

