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Ungleichgewicht

Fair Value Gap einfach erklärt

Eine Fair Value Gap – kurz FVG – ist ein Ungleichgewicht zwischen drei Kerzen. Sie entsteht meistens, wenn sich der Preis sehr schnell in eine Richtung bewegt.

Aktualisiert: 14. September 2026·3 Min. Lesezeit
Fair Value Gap zwischen der ersten und dritten Kerze

Wie entsteht eine FVG?

Eine FVG entsteht zwischen drei Kerzen. Bewegt sich der Preis sehr schnell, überlappen sich die Dochte von Kerze 1 und Kerze 3 nicht vollständig. Dazwischen bleibt ein sichtbarer Preisbereich frei.

Das bedeutet nicht, dass dort gar nicht gehandelt wurde. Es zeigt vielmehr, dass eine Seite so stark war, dass der Preis den Bereich sehr schnell durchlaufen hat. Dadurch entsteht ein Ungleichgewicht im Markt.

Warum kommt der Preis manchmal zurück?

Der Markt kann später in diesen Bereich zurücklaufen und dort erneut handeln. Das wird häufig als Ausgleichen oder Balancieren des vorherigen Ungleichgewichts beschrieben.

Eine FVG muss aber nicht immer vollständig gefüllt werden. Sie ist deshalb kein automatisches Ziel und auch kein automatischer Entry.

Was ist eine inverse FVG?

Eine inverse Fair Value Gap – kurz iFVG – entsteht, wenn eine bisherige FVG klar gebrochen wird und später von der anderen Seite interessant wird.

Beispiel: Eine bullische FVG hat zunächst als mögliche Unterstützung gedient. Wird sie deutlich nach unten gebrochen, kann derselbe Bereich bei einem späteren Rücklauf als bearischer Reaktionsbereich wirken.

Eine FVG besteht aus drei Kerzen.
Zwischen Kerze 1 und Kerze 3 bleibt ein nicht überlappter Bereich.
Der Markt kann später zurückkehren, muss die FVG aber nicht vollständig füllen.
Eine gebrochene FVG kann später als iFVG von der anderen Seite relevant werden.
Eine FVG zeigt ein mögliches Ungleichgewicht. Ob der Bereich später wirklich wichtig wird, hängt vom restlichen Markt-Kontext ab.